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Jeder
Autohändler, der Ihnen einen neuen Wagen verkauft, benutzt Sie auch
gleich als Werber für sein Geschäft. Sie fahren seine Plakette mit
Adresse und Rufnummer, fest an Ihrem Fahrzeug angebracht, spazieren
und überall, wo Sie das Auto abstellen, kann man diese Reklame
lesen. Warum wollen Sie nicht mal für sich selbst mit Ihrem Wagen
Werbung machen?
Keine Angst, dazu brauchen Sie das
Fahrzeug weder umzuspritzen, noch den teuren Lack zu beschädigen.
In jedem grösseren Ort gibt es Geschäfte, die Ihnen Schilder
liefern, die magnetisch an der Karosserie des Autos haften. Schauen
Sie im Telefon-Branchenbuch (Gelbe Seiten) nach unter
"Schilder". Eine Direktlieferadresse finden Sie mit der
Kasper & Keller GmbH, Postfach 1221, 79224 Umkirch, Telefon
(07665) 7007.
Nun können Sie entweder Ihre
Werbetexte, Firmenadresse usw. direkt auf Seiten und Dach anbringen,
oder aber mittels Magnethalterung einen einfachen Entnahmebehälter
für Prospekte befestigen. Aus dieser, zur Fussgängerseite hin
befindlichen Box, Tasche oder Plastiktüte dürfen die Passanten
sich jeweils ein Prospekt entnehmen.
Statt Magnethalterung können Sie
auch Saugnäpfe verwenden, mit deren Hilfe der Prospektebehälter an
der Aussenscheibe des Fahrzeugs befestigt wird. Während Sie nun in
der Stadt an einer möglichst belebten Strasse parken, werden die
Passanten mit Ihren Angeboten bedacht. Um die Hemmschwelle
weitgehend abzubauen, können Sie noch einen Pfeil anbringen, der
auf das Behältnis hinweist und zur Entnahme auffordert.
Gleichzeitig oder separat lässt
sich zudem eine Anschlagtafel anhängen, auf der Ihre und fremde
Werbetexte angebracht wurden (siehe unter
"Anschlagtafeln"). Da Ihr Auto Ihr spezielles Eigentum
ist, benötigen Sie auch kein anderes Grundstück mehr. Wohl müssen
Sie darauf achten, dass gewisse Parkvorschriften nicht übertreten
und natürlich die Parkzeit nicht überschritten wird.
Hat Ihr Fahrzeug eine längere Zeit
an einem Platz gestanden, bringen Sie es danach an eine andere
Stelle. Die Werbewirksamkeit wird noch erhöht, wenn Sie statt des
normalen PKWs einen 10-Personen-Bus verwenden, den Sie ringsum -
nach dem Abstellen - mit mehreren Werbetafeln bestücken. Sofern Sie
dabei auf einem Parkplatz stehen und nicht etwa den fliessenden
Verkehr gefährden, bestehen keine Bedenken.
Allerdings sollten Sie, wenn Sie
besondere Aufbauten, Figuren und Formen in Ihre Werbung mit
einbeziehen wollen, vorher sicherheitshalber das Strassenverkehrsamt
dazu befragen.
Werbung auf Firmen- und
Lieferfahrzeugen ist ein alter Hut. Neu dürfte jedoch bei uns der
Gedanke sein, auch einmal das Autodach mit Werbung zu beschriften.
Dadurch können aus dem Fenster schauende Mitbürger schnell mal
eine Information aufnehmen und die dazugehörende Telefonnummer -
für detaillierte Offerten - aufschreiben.
Wo immer es sich machen lässt und
es erlaubt ist, können Sie sich mit Ihrem Auto an belebten Plätzen
postieren und im Kofferraum mitgeführte Handzettel verteilen. Auf
Messen, Verbraucherausstellungen, Jahrmärkten und dergleichen
findet sich in den meisten Fällen auch ein geeignetes Plätzchen,
wo Sie einen Klapptisch hinstellen dürfen, um von dort aus Ihre
Werbung unters Volk zu bringen.
Besonders werbeträchtig ist die
Benutzung eines speziellen Fahrzeugs für die hier aufgezeigten
Möglichkeiten. So fällt beispielsweise ein guterhaltener Oldtimer
aus dem Jahre 1930 mehr auf, als ein Mittelklassewagen der
Gegenwart. In der Nähe von Köln wirbt ein Friseurbetrieb mit zwei
fliederfarbenen Fahrzeugen, auf denen in goldener Schrift die
Firmenangaben stehen. Der Wagen wird unter vielen hundert anderen
Autos sofort erkannt und beachtet.
Andere Fahrzeuge wurden kunstvoll
mit Gemälden verziert, die ebenfalls grosse Beachtung finden. Ein
springender Tiger oder eine hübsche Pin-up-Blondine hebt solch
einen Wagen sofort aus der Menge heraus. Wird dieses Gefährt dann
auch noch mit Werbung nach dem oben aufgezeigten Muster
ausgerüstet, geht kaum ein Strassenpassant daran vorüber. Solche
"Visitenkarten" werden immer beachtet.
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